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title: Bevor Sie Angebote holen: vier Zählerstände, ein Blatt Papier
description: Grundlast aus zwei Sommerwochen, Heizanteil aus der Differenz. Mit 17.800 gegen 14.900 kWh und dem, was die Differenz nicht beweist.
author: Jörg Terhorst
date: 2026-09-01
source: https://wohnbefund.de/heizung/stromverbrauch-ermitteln/
language: de
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# Bevor Sie Angebote holen: vier Zählerstände, ein Blatt Papier

### Kurz

- Die Jahresabrechnung sagt, was das Haus insgesamt verbraucht hat. Für die Heizung brauchen Sie den Anteil, und den liest niemand für Sie ab.
- Vier Ablesungen genügen: Beginn und Ende der Heizperiode, dazu zwei Sommerwochen als Grundlast.
- Bei mir stand am Ende 17.800 kWh in einem Jahr und 14.900 im nächsten. Was diese Zahlen belegen und was nicht, steht weiter unten.

Jedes Angebot, jeder Rechner und jede Förderberatung fragt als Erstes nach dem Verbrauch. Wer dann die Zahl von der Jahresabrechnung nennt, nennt den Verbrauch des ganzen Hauses: Heizung, Warmwasser, Kühlschrank, Waschmaschine, Licht. Für eine Auslegung ist das zu grob, und für einen Vergleich zwischen zwei Jahren ist es unbrauchbar, sobald sich sonst etwas geändert hat.

### Die Liste, die ich mir nach vier Angeboten geschrieben habe

Zeile für Zeile, was in einem Wärmepumpen-Angebot stehen muss, damit sich zwei Angebote überhaupt vergleichen lassen. Den Link schicke ich per Mail, danach kommt einmal die Woche ein Eintrag aus dem Haus.

## Die vier Ablesungen

Ich schreibe Datum, Uhrzeit und Zählerstand auf ein Blatt, das im Zählerschrank liegt. Handy-Foto vom Display dazu, weil eine Ziffer beim Abschreiben schneller verrutscht, als man denkt.

1. **Anfang der Heizperiode**, an dem Tag, an dem Sie zum ersten Mal heizen.
2. **Ende der Heizperiode**, wenn die Heizung aus bleibt.
3. **Zwei Sommerwochen**, Anfang und Ende, ohne Urlaub und ohne Besuch. Der Verbrauch geteilt durch die Tage ist Ihre Grundlast: alles, was auch ohne Heizung läuft.

Heizverbrauch ist dann: Verbrauch der Heizperiode minus Grundlast mal Anzahl der Tage. Das ist eine Schätzung und keine Messung — Warmwasser steckt je nach Anlage noch mit drin, und im Winter brennt länger Licht. Sie ist aber die erste Zahl, die überhaupt vom Heizen handelt, und sie kostet vier Minuten im Jahr.

> **Zwei Jahre, derselbe Zähler:** 17.800 kWh (danach 14.900 kWh)

Bei mir stehen zwei Jahreswerte nebeneinander: 17.800 und 14.900 Kilowattstunden. Der Unterschied ist abgelesen, nicht gerechnet. Was er *nicht* ist: ein Beweis dafür, dass eine bestimmte Maßnahme ihn verursacht hat. Zwischen den beiden Jahren lagen ein anderer Winter, eine gedämmte Dachluke und ein Haushalt, der nicht jeden Tag gleich lebt. Ich schreibe die Differenz hin, weil sie echt ist, und ich schreibe keine Ursache dazu, weil ich sie nicht getrennt gemessen habe.

## Wofür die Zahl dann taugt

Sie taugt für drei Dinge: als Eingabe in einen Rechner, als Prüfgröße gegen die Heizlast im Angebot — eine Auslegung, die zu Ihrem gemessenen Verbrauch quer steht, gehört hinterfragt — und als Ausgangspunkt, gegen den Sie in zwei Jahren wieder messen. Für den ersten Punkt liegt hier ein [Rechenblatt](/rechner/heizkosten/), das im Browser läuft und keine Adresse abfragt. Für den zweiten stehen die vier Fragen in [Eintrag 18](/heizung/heizlast/).

## Was ich nicht sagen kann

Wie hoch Ihre Grundlast ausfällt und ob Ihr Zähler den Heizstrom getrennt führt. Beides hängt an Ihrer Installation. Wenn Sie einen zweiten Zähler für die Heizung haben, ist die ganze Rechnung oben überflüssig — dann lesen Sie einfach zweimal im Jahr ab und haben die Zahl direkt.

### Die Fragenliste für Angebote

Eine Seite mit dem, was in einem Angebot stehen muss, damit man zwei davon nebeneinanderlegen kann. Ihre gemessene Verbrauchszahl gehört in die erste Zeile. Den Link schicke ich mit dem ersten Tagebucheintrag.

### Weiter im Tagebuch
