Wohnbefund
Bautagebuch aus einem Einfamilienhaus, Baujahr 1982. Was gemessen ist und was gerechnet, steht jeweils dabei.
Stand: Oktober 2026

Hitzeschutz am Fenster

Ein Rollladen außen statt eines Plissees innen nimmt an einem 2,5 m² großen Westfenster rund 1,8 Grad aus dem Raum. Dasselbe Fenster im Dach: 2,4 Grad. Wer heute gar nichts hat, kommt mit einem Raffstore außen auf 4,8 Grad.

Gerechnet mit den gtot-Werten aus den Datenblättern. Das Ergebnis ist eine Größenordnung, keine Messung.

PRÜFBLATT 02Temperaturdifferenz
Erwartete Differenz—
—

Was hier herauskommt, steht und fällt mit dem g-Wert

Die Tabelle erklärt g, Fc und gtot — mit den vier Werten, für die ich eine Quelle nennen kann, und mit dem, was ich nicht belegen konnte.

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Er rechnet im Browser Ihres Lesers, lädt nichts nach und misst auf Ihrer Seite nichts. Code kopieren, einsetzen, fertig.

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Die Quellzeile unter dem Rechner bleibt stehen. Das ist die ganze Bedingung.

Dachfenster liegen flacher zur Mittagssonne und bekommen deshalb mehr ab als ein senkrechtes Fenster derselben Größe. Deshalb steht der Fenstertyp mit im Formular, und deshalb war mein Plissee im Schlafzimmer ausgerechnet dort die schlechteste Wahl.

Die Werte, mit denen dieses Blatt rechnet

GrößeWertWoher
Einstrahlung, Spitze520 W/m²eigene Setzung, keine Quelle
Wärmeaufnahme des Raums220 W je Kelvineigene Setzung, keine Quelle
Süd / West / Ost / Nord1,0 / 0,9 / 0,75 / 0,35eigene Setzung
Dachfenster gegen Fassade× 1,35eigene Setzung
Plissee / Rollo inneng_tot um 0,45Herstellerdatenblätter
Vorhangg_tot um 0,40eigene Setzung
Markise außeng_tot um 0,18Herstellerdatenblätter
Rollladen außeng_tot um 0,12Herstellerdatenblätter
Raffstore außeng_tot um 0,10Herstellerdatenblätter
Woher die vier belegbaren g-Werte stammen und welche ich nicht belegen konnte, steht im Blatt zum g-Wert. Korrektur vom 02.09.2026: bis dahin rechnete dieses Blatt für Plissee und Rollo innen mit 45 % Minderung statt mit dem g-Wert 0,45, also 55 % Minderung. Die Ergebnisse mit innenliegendem Ausgangszustand fallen seitdem um rund einen halben Grad kleiner aus.

Grad je Himmelsrichtung und Sonnenschutz

Fenster nachMarkise außenRollladen außenRaffstore außen
Süd−1,6 K−1,9 K−2,1 K
West−1,4 K−1,8 K−1,9 K
Ost−1,2 K−1,5 K−1,6 K
Nord−0,6 K−0,7 K−0,7 K
Für ein Fassadenfenster von 2,5 m², das heute ein Plissee innen hat. Im Dach liegt jeder Wert um den Faktor 1,35 höher. Größenordnung, keine Messung — die Herkunft jedes Wertes steht in der Tafel darüber.

Häufige Fragen zu diesem Rechner

Wie viel Grad bringt außenliegender Sonnenschutz?

Im Startbeispiel des Blattes (2,5 m² Westfenster in der Fassade, heute ein Plissee innen, geplant ein Rollladen außen) sind es 1,8 Grad. Am selben Fenster als Dachfenster gerechnet werden daraus 2,4 Grad, weil flach einfallende Sonne auf eine geneigte Scheibe stärker wirkt. Beides ist gerechnet, nicht gemessen.

Warum liegt Süd kaum über West?

Weil dieses Blatt nur die Energiemenge eines ganzen Tages abschätzt: Süd 1,9 Grad gegen West 1,8 Grad. Was es nicht abbildet, ist die Uhrzeit. Die Südsonne steht mittags hoch und lässt sich mit einem festen Dach verschatten, die Westsonne kommt flach und abends, wenn der Raum schon warm ist. Warum das den Unterschied ausmacht, steht in Eintrag 22.

Woher kommen die 520 W/m² und die 220 Watt je Kelvin?

Von mir. Beides sind gesetzte Größenordnungen, keine Datenblattwerte, und sie sind die größte Unsicherheit im Ergebnis. Sie stehen samt drei weiteren Schwachstellen offen in Eintrag 21. Deshalb steht unter dem Ergebnis „Größenordnung, keine Messung“.

Was ist der Unterschied zwischen g und g_tot?

g ist der Energiedurchlass der Scheibe allein, gtot der von Scheibe und Sonnenschutz zusammen: gtot = g × Fc. Der Sonnenschutz wirkt also multiplikativ auf das, was die Scheibe ohnehin durchlässt. Die vier Fc-Werte, für die ich eine Quelle nennen kann, stehen in der g-Wert-Tabelle.

Die g-Wert-Tabelle

g, Fc und gtot erklärt, mit den vier Fc-Werten, für die ich eine Quelle nennen kann, und mit dem, was ich nicht belegen konnte. Kommt mit dem ersten Tagebucheintrag.

Die Einstrahlung von 520 W/m² und der Umrechnungsfaktor von 220 W je Kelvin sind von mir gesetzte Größenordnungen, keine Datenblattwerte. Was das für das Ergebnis heißt, steht in Eintrag 21.

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