Wäsche in der Wohnung trocknen: wie viel Wasser in die Luft geht
Kurz
- Geschleuderte Wäsche gibt nach dem Schimmelleitfaden des Umweltbundesamts 50 bis 200 Gramm Wasser pro Stunde an die Raumluft ab, tropfnasse 100 bis 500 Gramm.
- In einem Zimmer mit 12 m² und 2,5 m Höhe heben 52 Gramm Wasser die Feuchte bei 20 °C von 50 auf 60 Prozent. Eigene Rechnung, ohne das, was Wände und Möbel aufnehmen.
- Bei 0 °C draußen nimmt ein Kubikmeter getauschte Luft etwa 6,5 Gramm Wasser mit. Für 200 Gramm pro Stunde muss die Luft dieses Zimmers einmal pro Stunde komplett getauscht werden, bei 10 °C draußen mehr als zweimal.
Was das Umweltbundesamt angibt
Im Schimmelleitfaden des Umweltbundesamts steht eine Tabelle mit Feuchtequellen bei 20 °C Raumtemperatur. Ein Mensch bei leichter Aktivität gibt 30 bis 40 Gramm Wasser pro Stunde ab. Trocknende Wäsche aus einer 4,5-kg-Trommel gibt geschleudert 50 bis 200 Gramm pro Stunde ab, tropfnass 100 bis 500. Der Leitfaden nennt das Erfahrungswerte, im Einzelfall könne es deutlich mehr oder weniger sein.
Ein Wäscheständer mit geschleuderter Wäsche entspricht damit etwas mehr als einem bis fast sieben Menschen im Raum. Über acht Stunden wären das 0,4 bis 1,6 Liter. Die acht Stunden sind meine Annahme, wie lange eine Ladung hängt, steht im Leitfaden nicht. Zum Vergleich: Für einen Haushalt mit drei Personen nennt der Leitfaden 6 bis 12 Liter am Tag, alles zusammen.
Die Liste, die ich mir nach vier Angeboten geschrieben habe
Zeile für Zeile, was in einem Wärmepumpen-Angebot stehen muss, damit sich zwei Angebote überhaupt vergleichen lassen. Den Link schicke ich per Mail, danach kommt einmal die Woche ein Eintrag aus dem Haus.
Wie schnell ein Zimmer feucht wird
Luft mit 20 °C hält höchstens etwa 17,2 Gramm Wasser pro Kubikmeter. Bei 50 Prozent sind 8,6 Gramm darin, bei 60 Prozent 10,4. Ein Zimmer mit 12 m² und 2,5 m Raumhöhe hat 30 Kubikmeter Luft. Von 50 auf 60 Prozent fehlen ihm also 52 Gramm Wasser, bis 70 Prozent 103 Gramm.
Mit 200 Gramm pro Stunde wäre die Luft rechnerisch nach einer Viertelstunde bei 60 Prozent, mit 50 Gramm nach einer Stunde. So schnell geht es in Wirklichkeit nicht, weil Putz, Holz und Stoffe einen Teil aufnehmen. Weg ist das Wasser damit nicht. Nach dem Leitfaden geben diese Materialien es beim nächsten Lüften wieder an die Raumluft ab.
Ab welcher Raumfeuchte eine kalte Außenecke kritisch wird, steht in Eintrag 46.
Wie viel Lüften das wieder abführt
Beim Lüften tauscht man feuchte Raumluft gegen kalte Außenluft. Kalte Luft enthält wenig Wasser, auch wenn draußen 80 Prozent angezeigt werden (Eintrag 45). Was ein Kubikmeter mitnimmt, hängt deshalb an der Außentemperatur. In den letzten beiden Spalten steht, was ohne Zutun durch die Fugen der Fenster geht.
| Außen, 80 % | Wasser je m³ | Luft für 200 g/h | Alte Fenster | Dichte Fenster |
|---|---|---|---|---|
| −5 °C | 7,6 g | 26 m³/h | 114 g/h | 23 g/h |
| 0 °C | 6,5 g | 31 m³/h | 97 g/h | 19 g/h |
| 5 °C | 4,9 g | 41 m³/h | 74 g/h | 15 g/h |
| 10 °C | 2,8 g | 70 m³/h | 43 g/h | 9 g/h |
Eigene Rechnung mit der Magnus-Formel. Zimmer 30 m³, innen 20 °C und 60 Prozent, außen 80 Prozent. Luftwechsel durch die Fugen 0,5 pro Stunde bei undichten alten Fenstern und 0,1 bei dichten, nach der Fraunhofer-Rechnung in Infobox 7 des UBA-Leitfadens. Ohne das Wasser, das Wände und Möbel puffern.
Bei Frost nehmen die Fugen alter, undichter Fenster etwa 100 Gramm pro Stunde mit. Das deckt ungefähr die untere Hälfte dessen, was geschleuderte Wäsche abgibt. Mit dichten Fenstern sind es nur noch 15 bis 23 Gramm pro Stunde, den Rest muss man selbst weglüften. Am schwierigsten ist der Herbst. Bei 10 Grad draußen nimmt jeder Kubikmeter nicht einmal halb so viel mit wie bei Frost.
Was daraus folgt
Das Umweltbundesamt schreibt auf seiner Seite zum Lüften: „Grundlegend gilt: Wäsche nach Möglichkeit nicht in der Wohnung trocknen.“ Wenn es nicht anders geht, würde ich nach dieser Rechnung drei Dinge tun. Die Wäsche gut schleudern, denn tropfnass gibt sie doppelt bis zweieinhalbmal so viel ab. Den Ständer in einen beheizten Raum stellen und die Tür zum kühlen Schlafzimmer zu lassen, wie es das UBA ohnehin rät. Und mehrmals stoßlüften, solange die Wäsche hängt.
Ob die Luft unter 60 Prozent bleibt, zeigt ein Hygrometer. Wie man ein billiges prüft, steht in Eintrag 26. Ob Lüften bei Ihrem Wetter überhaupt trocknet, rechnet der Lüften-Rechner.
Die Taupunkt-Tabelle als Blatt
20 bis 30 Grad, 40 bis 80 Prozent, auf einer Seite zum Ausdrucken. Kommt mit dem ersten Tagebucheintrag.
Was ich nicht klären konnte
Wie viel Wasser eine Ladung insgesamt abgibt, steht im Leitfaden nicht, nur die Menge pro Stunde. Wie viel Putz und Möbel puffern, hängt am Raum, das habe ich nicht gerechnet. Gemessen habe ich dazu bei mir nichts.
Quellen, abgerufen am 02.10.2026: UBA-Schimmelleitfaden (2017, aktualisiert April 2024; Tab. 6, Infobox 7, S. 54 und 56); UBA, Wie lüfte ich richtig? (Stand 13.12.2024).